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Ehrenamt Kinder und Jugend

Ehrenamt verbindet – von Angelika Ortner

Fünfzehn Jahre lang (bis Frühjahr 2025) durfte ich als 1. Vorsitzende den seit 1972 in Ustersbach bestehenden Verein Jugendförderung Ustersbach e.V. leiten. Diese Zeit war für mich weit mehr als nur ein Amt: Es war meine persönliche Tür, um mich aktiv in Ustersbach, in unsere Dorfgemeinschaft, einzubringen und sie mitzugestalten. Und das immer mit einem gut funktionierenden, engagierten Vorstandsteam und viel ehrenamtlicher Unterstützung aus der Dorfgemeinschaft!

Unsere Arbeit war in dieser Zeit vielseitig und von Teamwork geprägt. Neben den traditionellen, fest etablierten Angeboten, die wir stets gefördert haben – von der beliebten Cola-Disco über den Kinder- und Miniball, der Krabbelgruppe bis hin zu unserem Familienfest, organisierten wir das Ferienprogramm für die Gemeinde mit zahlreichen Angeboten, es gab Kinotage und Ausflüge. Und es gab auch Außergewöhnliches, das mir in Erinnerung bleiben wird: der aufregende Gewinn des Wettbewerbs „Vereinsliebe“ von Radio Fantasy, das wertvolle Projekt „LeNa“ (Lernnachmittag), ein spannendes Theaterprojekt, eine vierwöchige Schnitzeljagd im Sommer  und nicht zuletzt die Faschingspakete mit einem selbst erstellten Video für „Fasching zu Hause“, die wir in der Corona-Zeit verteilt haben.
In diesem Jahr musste ich „loslassen“. Ich bin stolz, dass das neu gewählte Vorstandsteam die wertvolle Arbeit weiterführt.

Für mich persönlich waren vor allem zwei Grundsätze immer handlungsleitend: Offen zu sein für neue Ideen, denn nur so bleibt ein Verein lebendig. Stets nach demokratischen Grundsätzen zu  handeln und Inklusion zu leben. Unser Ziel war es, Kinder, Jugendliche und Familien zu stärken, jedem die Mitwirkung zu ermöglichen und so den Zusammenhalt im Dorf zu stärken. Die Zusammenarbeit mit den anderen örtlichen Vereinen war mir und uns dabei immer ein wichtiges Anliegen.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit lag mir besonders am Herzen. Ich habe fotografiert, die Homepage gestaltet, den Auftritt in den sozialen Medien gepflegt und regelmäßig für das örtliche Mitteilungsblatt geschrieben, denn unsere Arbeit sollte sichtbar sein.

Und mein Fazit? Ehrenamt macht Freude (und natürlich Arbeit 😉), es schafft neue Freunde und Freundinnen, es ist eine wertvolle Arbeit für die Dorfgemeinschaft. Und das schönste und ehrlichste Lob, das man bekommen kann? Das sind die leuchtenden Kinderaugen,für die wir all das tun. Ehrenamt verbindet – das habe ich in diesen 15 Jahren erfahren und schätzen gelernt – und zwar generationenübergreifend.